Nachdem wir im Mai vier Bands durch Deutschland geschickt haben, konzentrieren wir uns im Juni wieder ganz auf Berlin. Der Sound der Bands Braids, Propellers und Vanbot reicht dabei von Art-Rock über Synth-Pop bis zu Poser-Rock. Wie immer gilt auch für den 27. Juni: auf www.introducing.de registrieren und gratis dabei sein.
Braids Das kanadische Trio kennt sich noch von der Highschool und probte in der elterlichen Garage, bevor es gemeinsam nach Montreal zog. Mit dem Debütalbum »Native Speaker« gelang ihnen 2011 im Windschatten der Art-Rock-Welle und des Shoegazer-Comebacks ein echter Überraschungserfolg. Nun erscheint nach 18 Monaten Tour und anschließender Studiophase die ebenso wunderbar ätherisch klingende EP »In Kind / Amends«.
http://braidsmusic.com/
Propellers Propellers gibt es gerade mal neun Monate. Das Quartett stammt aus dem kleinen Dorf Kent, in einer dieser Grafschaften, die man aus englischen Krimis kennt. Insofern muss ihnen der aktuelle Hype um ihre EP »Midnight Kiss«, der sie immer öfter nach London verfrachtet, besonders seltsam vorkommen. Uns dafür umso weniger, denn bei klassisch anmutendem Indie-Sound, der einen dann unerwartet mit gleitenden Synthie-Grooves einholt, können wir nur Fans sein. Propellers - Midnight Kiss from Kode Media on Vimeo.
www.propellersofficial.com
Vanbot Schweden scheint eine echte Talentschmiede für weibliche Popstars zu sein – so wittert man in Ester Ideskog seit ihrem 2011 erschienenen Debüt »Vanbot« schon die neue Robyn. Ein Vergleich, mit dem es die Schwedin durchaus aufnehmen kann und der angesichts ihres gutgelaunten Synthie-Pop Sinn macht, auch wenn die aktuelle Single »Hold This Moment« etwas abgründiger klingt.
www.vanbotmusic.com
27. Juni, Berlin, Lido
Anmelden könnt ihr euch wie immer oben rechts im Gästelisten-Tool.
Nach einem fulminanten diesjährigen Auftakt unserer schmucken Introducing Tour im Februar geht es nun in die nächste Runde. Im Mai zieht die Newcomer-Show wieder von Berlin aus durch die Republik. Das Konzept ist bekannt: vier großartige Acts, fünf Städte, eine dicke Empfehlung!
Chvrches Chvrches sind eines der Paradebeispiele dafür, wie ein Song quasi aus dem Nichts einen bombastischen Netz-Hype auslösen kann – wobei die drei Schotten alles andere als unbeschriebene Notenblätter sind, wie die Liste an ehemaligen Bandmitgliedschaften beweist (z.B. Aereogramme, Blue Sky Archives). Für ihr gemeinsames Projekt bedienen sich Chvrches in erster Linie an wummernden, impulsiven Synthie-Beats, deren Coolness von Sängerin Laurens mädchenhaft süßer Stimme getragen wird.
www.facebook.com/CHVRCHES
Claire Für das Filmprojekt gemeinsamer Bekannter wollten die drei Münchner Musiker mit Singer/Songwriterin Josie-Claire Bürkle eigentlich nur einen einzigen Song aufnehmen. Die Chemie stimmte, der Track wurde im Netz auf Anhieb rund 30.000 Mal gehört – warum also nicht als Band weitermachen? Die Ende Oktober veröffentlichte EP »The Empire« überzeugt mit von gelegentlichen HipHop- und Indie-Elementen getragenen Elektropop-Kulissen. Cool distanziert, aber nicht unnahbar.
www.claireofficial.com
Young Galaxy Young Galaxy stehen ganz eindeutig in einer schönen Dreampop-Tradition. Das kanadische Quintett wird nicht selten mit Genre-Urgesteinen wie Slowdive oder Galaxy 500 verglichen. Seit dem 2011er-Album »Shapeshifting«, das den ursprünglichen Stil der Band mit Pop und elektronischem Ornament vermischte, tourten Young Galaxy bereits als Support für Hochkaräter wie Arcade Fire und Death Cab For Cutie durch die Welt. Noch in diesem Jahr soll das in Göteborg produzierte, vierte Studioalbum »Ultramarine« im Plattenladen stehen.
www.younggalaxy.com
Mighty Oaks Der Schmelztiegel Berlin wird seinem Ruf einmal mehr gerecht. Dort gründeten der Italiener Claudio Donzelli und der Amerikaner Ian Hooper die Mighty Oaks. Auf Soundcloud veröffentlichten die beiden 2011 eine wunderbar folkige EP, bevor der Brite Craig Saunders am Bass hinzu stieß. Ein internationaler Mischmasch, der zwischen Melancholie und entrückter Schönheit pendelnde, großartige Indie Folk-Songs mit Country-Einschlag schafft. 2013 soll noch das Debüt auf Albumlänge folgen, zunächst erscheint aber Ende April die neue EP.
www.mightyoaksmusic.com
11.05. Köln, Gebäude 9. Einlass 19.00, Beginn 20.00 12.05. München, Ampere. Einlass 19.00, Beginn 20.00 14.05. Hamburg, Uebel & Gefährlich. Einlass 19.30, Beginn 20.00 15.05. Berlin, Lido. Einlass 19.00, Beginn 20.00 16.05. Frankfurt, Zoom. Einlass 19.30, Beginn 20.00
Bei unserer traditionsreichen »Introducing«-Reihe stellen wir gemeinsam mit den Machern des Melt! Festivals jeden Monat drei internationale Acts vor, die in Blogs und Magazinen heiß diskutiert werden. Die Künstler von morgen, heute gratis bei uns auf der Bühne. Im April präsentieren wir mit Mikhael Paskalev, Truls und Heyerdahl drei Acts, die letztes beziehungsweise dieses Jahr das Line-Up des in Oslo stattfindenden Øya schmücken.
Mikhael Paskalev Wie man als Newcomer mit allein einem Video weit über eine halbe Million Views auf Youtube kassiert? Indem man, wie der bulgarischstämmige Norwege Mikhael Paskalev, zu seiner Single »I Spy« die wohl reizvollste Tanzperformance in Feinrippbuchse und Tennissocken seit Tom Cruise im 80er-Jahre-Kultfilm »Gefährliche Geschäfte« liefert. Auch angezogen darf sich Berlin auf Paskalevs fröhlich poppige Songs mit ordentlich Handclaps und Swing der 50er freuen.
www.facebook.com/PaskalevMikhael
Truls Dass dieser stattlich gebaute junge Mann mit aufgeknöpftem Hemd und Goldkettchen eine derart butterweiche Falsettstimme besitzt, hätte man auf den ersten Blick nicht unbedingt erwartet. Truls widmet sich derzeit seinem Soloprojekt und ließ dafür die Band Lukestar und deren Indiepop zunächst einmal hinter sich. Seine erste Single »Out Of Yourself« ist ein anspruchsvoller und präzise gebauter Mix aus R&B, Soul und Elektropop – nicht umsonst gilt er als einer von Norwegens »Artists to watch«.
www.facebook.com/trulsmusic
Heyerdahl Benannt nach einem der großen norwegischen Forscher des 20. Jahrhunderts, reduziert sich Heyerdahls Interesse am Experiment nicht allein auf den Namen. In einem Leuchtturm an der norwegischen Küste nahm das Quartett letztes Jahr sein Debütalbum »Øen« auf. Und genauso, wie ein schweres Gewitter während der Aufnahmen an dem Turm rüttelte, ergießt sich der experimentelle Heyerdahl-Sound abwechselnd mit schwerem, düsteren Elektrorock und sphärisch leichten Klängen über die Zuhörer.
www.facebook.com/hrdhl
18.04.2013 Berlin, Bi Nuu. Einlass 20.00 Uhr, Beginn 21.00 Uhr
Auch bei unserem Introducing im März war ARTE Live Web samt Kameras vor Ort und stellt die Show nun als Video-Stream zu Verfügung.
Unser buntes Newcomer-Karussell steht bekanntlich selten still – eine Runde aussetzen muss da jeder irgendwann mal. Wer mal nicht hinter her kommt oder den Abend einfach noch mal Revue passieren lassen möchte, der darf sich die vergangenen Veranstaltungen mit ARTE Live Web noch mal in die eigenen vier Wände holen. Die Mitschnitte vom 21. März mit Wild Belle, Bahamas und Stubborn Heart sind bereits verfügbar.
In der Regel sind die Aufzeichnungen etwa einen Tag nach dem Konzert online und werden am jeweils darauf folgenden Wochenende auch noch mal im TV ausgestrahlt. »Introducing @ARTE live« läuft immer in der Nacht von Samstag auf Sonntag, direkt nach dem »Tracks«-Magazin . Radio FRITZ zeigt die Übertragung ebenfalls. Ältere Introducing-Videos findet ihr hier auch: liveweb.arte.tv/de/festival/Introducing.
Bei unserer traditionsreichen »Introducing«-Reihe stellen wir gemeinsam mit den Machern des Melt! Festivals jeden Monat drei internationale Acts vor, die in Blogs und Magazinen heiß diskutiert werden. Die Künstler von morgen, heute gratis bei uns auf der Bühne.
Im März sind dabei:
Bahamas So exotisch, wie es der Name vermuten lässt, ist Afie Jurvanens musikalisches Projekt gar nicht. Ursprünglich aus Barrie, einer Arbeiterstadt in Ontario, stammend, tourte er schon mit Feist als Gitarrist und Keyboarder durch die Welt, bevor er 2009 sein Debüt »Pink Strat« herausbrachte. Dort und auf dem neuen Werk »Barchords« finden sich ganz unexotische, durch ihre Simplizität betörende musikalische Kleinode. Mit Drummer und zwei Sängerinnen im Gepäck stellt er seine Songs im Berliner Bi Nuu vor.
www.bahamasmusic.net
Wild Belle Die Musik wurde den Geschwistern Natalie und Elliot Bergman anscheinend von ihren Eltern in die Wiege gelegt. Nach eigener Aussage gab es in ihrem Haus immer Musik zu hören. So ist es nicht verwunderlich, dass sich die beiden dazu entschlossen haben, selbst als Wild Belle Songs zu schreiben. Im März kommt das Debüt »Isles« auf den Markt, auf dem sie Psychedelic Pop, Ska- und Reggae-Einflüsse sowie Synth-Pop zusammenführen. Der Guardian prophezeit schon den nächsten Hype à la Lana Del Rey. Wir steigen da nur zu gerne ein.
www.wildbelle.bandcamp.com
Stubborn Heart Ob man das jetzt Electronic Soul oder Post-Dubstep nennen möchte – auf jeden Fall wissen die beiden Briten Luca Santucci und Ben Fitzgerald sowohl mit Subbässen und Electro-Gefrickel als auch mit souliger Melancholie umzugehen. Das wirkt, als würden James Blake, Hurts und SBTRKT verschmelzen und dabei ganz viel Sixties-Soul hören. Auf dem im November veröffentlichten selbst betitelten Album herrscht eine melancholische Grundstimmung vor, die sanft und subtil ist und nie in Verzweiflung übergeht.
www.stubbornheart.com
21.03. Berlin, Lido Mit Wild Belle, Bahamas und Stubborn Heart
Der Eintritt ist frei, anmelden kannst du dich direkt hier auf der Seite oben rechts!